Was veridu leistet und wo es aufhört

veridu ist für die Arbeit mit der ganzen Klasse gebaut. Auf dieser Seite steht, wofür du es einsetzen kannst, wofür nicht und an wen du dich wendest, wenn es jemandem in deiner Klasse richtig schlecht geht.

Wofür veridu da ist

Mit veridu arbeitest du im Unterricht an den sozial-emotionalen Kompetenzen deiner Klasse. Es geht dabei zum Beispiel darum, wie sich Schüler*innen nach einem Streit wieder beruhigen oder wie sie mit dem Druck vor einer Klassenarbeit umgehen.

Die Übungen haben Psycholo*ginnen entwickelt. Du leitest sie selbst an, mit der ganzen Klasse und ohne Vorwissen. Der Check-in zeigt dir, wo deine Klasse bei diesen Kompetenzen gerade steht. Die Schülerinnen lesen dafür eine kurze Situation aus dem Schulalltag und schätzen sich anonym selbst ein.


Was veridu nicht tut

veridu stellt keine Diagnosen

Der Check-in fragt nach Kompetenzen, die man üben kann. Er sucht nicht nach Auffälligkeiten und kann keine psychischen Erkrankungen erkennen, auch nicht nebenbei. Mit einem Screening hat er deshalb nichts zu tun.

Der Check-in ist kein Frühwarnsystem

Du siehst, wo die Klasse als Ganzes steht, aber nie, wie eine einzelne Person geantwortet hat. Ergebnisse gibt es erst ab fünf Antworten, und niemand bekommt eine Nachricht, wenn eine Antwort aus der Reihe fällt. Wenn es jemandem in deiner Klasse schlecht geht, merkt veridu das also nicht. Das haben wir absichtlich so gebaut. Ehrlich antworten Schüler*innen nur, wenn keine Antwort auf sie zurückfallen kann.

Die Übungen sind keine Therapie

Sie trainieren, was eine Klasse im Alltag braucht, etwa einander ausreden zu lassen oder einen Streit fair zu klären. Für einzelne Schüler*innen in einer schweren Zeit sind sie nicht gedacht. Mit veridu bleibst du Lehrkraft.

veridu ist keine Beratungsstelle

Schülerinnen haben kein eigenes Konto, und es gibt für sie keinen Weg, sich über veridu an jemanden zu wenden. Wenn es um Einzelne geht, bleiben die psychosozialen Fachkräfte an deiner Schule zuständig und außerhalb der Schule Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen.


Wenn es jemandem in deiner Klasse richtig schlecht geht

In der App findest du unter „Akut“ Übungen für Anlässe wie „Nach einem Streit in der Klasse“ oder „Unruhe nach der Pause“. Gemeint sind Momente, in denen die ganze Klasse etwas braucht. Wenn es einer einzelnen Schülerin oder einem einzelnen Schüler akut schlecht geht, hilft keine Übung weiter.

Manchmal kommt auch in einer Übung mehr hoch, als in eine Schulstunde passt. Du musst die Übung dann nicht zu Ende bringen. Was eine einzelne Person in so einem Moment braucht, klärst du wie sonst auch: unter vier Augen und auf den Wegen, die deine Schule dafür hat.

An diesen Wegen ändert veridu nichts. Zusätzlich hat jedes Bundesland eine schulpsychologische Beratung, an die du dich auch selbst wenden kannst. Sie heißt überall etwas anders, in Hamburg zum Beispiel ReBBZ, in Berlin SIBUZ.


Anlaufstellen außerhalb der Schule

Die meisten dieser Angebote richten sich direkt an Schüler*innen. Du kannst sie also direkt weitergeben.


Im Notfall

  • 112 Notruf, wenn jemand akut in Gefahr ist

Für Schüler*innen

  • 116 111 Nummer gegen Kummer, Kinder- und Jugendtelefon, anonym und kostenlos, auch per Chat und Mail über nummergegenkummer.de
  • krisenchat.de Chat-Beratung für junge Menschen bis 25, rund um die Uhr, auch über WhatsApp
  • 116 123 TelefonSeelsorge, kostenlos und rund um die Uhr, für jedes Alter, alternativ 0800 111 0 111

Für Eltern

  • 0800 111 0 550 Elterntelefon der Nummer gegen Kummer
  • 116 117 Terminservice, vermittelt auch Termine für eine psychotherapeutische Sprechstunde und ist rund um die Uhr erreichbar.
    Die Angaben haben wir im September 2026 geprüft. Sprechzeiten findest du auf den Seiten der Anbieter.


Wie der Check-in die Anonymität technisch absichert und welche Unterlagen Schulen von uns bekommen, steht auf der Seite Datenschutz Info Seite.

Wenn dir an diesen Grenzen etwas unklar ist, schreib uns unter info@veridu.app